Internationale Begegnung vor herrlicher Kulisse: PWG-Gruppe besuchte Partnerschule in den Savoyer Alpen

Seit vielen Jahren ist der Schüleraustausch mit St. Jorioz ein fester Bestandteil des Lehrfahrten- und Sprachenkonzepts des Peter-Wust-Gymnasiums.  Der Lac d’Annecy und die Savoyer Alpen bilden die traumhafte Kulisse  für die deutsch-französische Begegnung, an der jährlich Schülerinnen und Schüler aus den siebten und achten Klassen der Schule teilnehmen. Die Fachvorsitzende Französisch des Peter-Wust-Gymnasiums, Frau Dorothea Chiron, erinnert zum Jahresende mit ihrem Bericht an eine erlebnisreiche Wiederauflage des Treffens im Herbst dieses Jahres:

Mitte September war es wieder einmal soweit – in neuer Besetzung aber in altbewährter Tradition machten sich 40 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 7 und 8 des PWG in Begleitung von Frau Bresser, Frau Chiron und Herrn Paulus für acht Tage auf nach Saint-Jorioz zu ihren französischen Gastgebern.

Die Achtklässler hatten ihre französischen Austauschpartnerinnen und –partner im Vorjahr schon empfangen, waren also etwas weniger aufgeregt als die Siebtklässler, die nicht nur eine noch unbekannte Gegend kennenlernen sollten, sondern auch zum ersten Mal auf ihre Austauschpartnerinnen und –partner  trafen, die sie bisher nur aus Emails kannten. Auch wir Lehrkräfte  kannten unsere französischen Kolleginnen noch nicht persönlich, da nicht nur Gerhard Croon von Seiten des PWG, sondern auch Catherine Métral vom Collège Jean Monnet in Saint-Jorioz  - beiden hatten den Austausch über Jahre hinweg gemeinsam organisiert – im letzten Schuljahr in den Ruhestand versetzt wurden.

Die Aufregung wich schnell der Vorfreude – bei strahlendem Sonnenschein durchquerten wir im Bus Lothringen und das Burgund und kamen dann den beeindruckenden Alpenlandschaften immer näher. Pünktlich erreichten wir um 17 Uhr unser Ziel – das Collège Jean Monnet in Saint-Jorioz vor einer Bilderbuchkulisse – dem See von Annecy und den Alpen Hochsavoyens. Dort wurden alle von ihren Austauschpartnerinnen und –partnern  in Empfang genommen. Schnell fanden  alle in der Gruppe heraus, wer ihnen auf französischer Seite zugeordnet  war und schon hörten wie sie eifrig ihre Kenntnisse aus dem Französischunterricht ausprobieren.

Vor ihnen lag nun eine Woche, in der sie vor allem am Nachmittag, am Abend und während des Wochenendes ganz in den Alltag der französischen Familien eintauchen konnten. Unter der Woche trafen alle tagsüber immer mit den anderen PWGlern zusammen, um die beeindruckende Bergwelt mit ihren kulturellen Eigenheiten kennenzulernen. Auf dem Programm standen eine gemeinsame Bergwanderung mit den französischen Austauschpartnern, bei der wir sogar den Blick auf den Mont Blanc genießen konnten, der Besuch einer Käserei, die Besichtigung der Höhlen und Wasserfälle von Seythenex und eine Stadtbesichtigung in Annecy. Natürlich durften die Schülerinnen und Schüler auch mal schnuppern, wie Unterricht in Frankreich so abläuft und verbrachten einen Vormittag im französischen Schulunterricht mit anschließendem Mittagessen in der Kantine. Auch gemeinsame Aktivitäten mit den französischen Gastgebern kamen  nicht zu kurz. Neben der Bergwanderung verbrachten wir den ersten Vormittag in der Schule und die Schülerinnen und Schüler  lernten in verschiedenen Workshops alltagstaugliche Redewendungen in der jeweils anderen Sprache und durften sich darin üben, Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden. Von vielen aus der Delegation heiß ersehnt war natürlich auch die gemeinsame Party am Freitagabend.

Alles in allem war der Austausch ein wirklicher Erfolg, nicht nur aufgrund des strahlenden Sonnenscheins, der uns eine Woche lang begleitet hat. Für uns Lehrkräfte war es schön zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler motiviert waren, sich in der Fremdsprache verständigen zu wollen und wie sie lernten,  sich recht selbständig  in einer fremden Umgebung zurechtzufinden und Probleme wie anfängliches Heimweh zu überwinden. Wir freuen uns daher sehr, dass der Austausch zwischen dem PWG und dem Collège Jean Monnet wohl auch in Zukunft weiterbesteht.

Und hier noch einige Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern:

„Mir hat gefallen, dass wir eine neue Kultur kennengelernt haben und eine Stadtrallye gemacht haben und dadurch die Stadt Annecy besser kennengelernt haben. Vor allem hat mir gefallen, dass wir mit unseren Freunden was unternehmen konnten. Ich kann den Austausch nur weiterempfehlen. Der macht dich selbstbewusster und auch verantwortlicher, weil du alle deine Probleme selbst lösen musst. Danke für die schöne Zeit.“

„Mir haben die Wanderungen gefallen und mein Austauschpartner war sehr nett. Es ist traurig, dass wir schon fahren, aber es ist nun mal so. Annecy war toll. Alles hat Spaß gemacht. Es war sehr cool, ich werde es nie vergessen, es war ne tolle Zeit.“

„Bei einem Austausch wie diesem lernte ich nicht nur neue Wörter, sondern auch neue Freunde, neue Kulturen und eine einzigartige Natur kennen. Mir gefielen die Interessen meiner Gastfamilie, zum Beispiel wandern sehr gut, darum lebte meine Gastfamilie ihren normalen Alltag weiter, sie waren aber immer mit mir im Gespräch. So eine Chance bekommt man, glaube ich, nicht so schnell wieder. Für mich hatte der Austausch keine schlechten Seiten, nur Vorteile. Kein Wunder, dass an dem Tag der Abfahrt so viele Tränen geflossen sind, obwohl ich nächsten Sommer wiederkomme. Mein Fazit: die Bestätigung, dass es richtig ist, Französisch zu lernen.“

Auch die Anreise ist schon ein Erlebnis: PWG-Schülerinnen unterwegs nach Frankreich

Der "sauberste See Europas" - Lac d'Annecy

Gemeinsam unterwegs im Haute-Savoie: Die PWG-Gruppe mit ihren französischen Partnerinnen und Partnern

Ruhepause mit faszinierendem Ausblick

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